Musik2018-10-26T07:37:19+00:00

Musik

Warum Musik?

Die Musik ist eine Schöpfung, eine Erfindung der Menschheit, mit der wir täglich zusammenleben. Wo kommt die Musik her? Warum haben die Menschen die Musik erfunden?

Über den Ursprung der Musik und deren Auswirkung auf die Menschen gibt es verschiedene Theorien und Beiträge, die auf wissenschaftlichen Studien beruhen. Alle sind sehr interessant und stellen verschiedene Gesichtspunkte dar, was den Ursprung der Beziehung zwischen dem Menschen und der Musik betrifft.

Die wohltuende Wirkung der Musik auf den Menschen wurde gründlich erforscht. Musik trägt unter anderem sehr zur Entspannung bei, sie hilft beim Ausdruck von Gefühlen, sie verbessert die Kommunikation, sie hilft dem Gedächtnis auf die Sprünge, sie fördert die Kreativität und während der Schwangerschaft hilft sie der werdenden Mutter, sich zu entspannen.

Der Ursprung der Musik

Musik war in allen Kulturen und in der gesamten Geschichte der Menschheit stets präsent. Sie ist möglicherweise eine der ältesten Formen der Kommunikation zwischen den Menschen, denn der Ausdruck über Klänge und Tänze existierte bereits vor der gesprochenen Sprache. Davon zeugen Musikinstrumente, die in archäologischen Fundstätten mit einem Alter zwischen 6000 und 8000 Jahren gefunden wurden. Auch Babys, die nur wenige Monate alt sind, antworten besser, wenn wir mit ihnen über Melodien kommunizieren anstatt mit Worten.

Es ist möglich, dass die Musik die Aktivität war, die unsere Vorfahren, die Urmenschen, für die verbale Kommunikation vorbereitete. Es gibt mehrere Theorien, die dies bestätigen. Eine dieser Theorien sagt aus, dass die Musik evolutiv entstand, da sie die kognitive Entwicklung, also das Wissen fördert. Andere sagen, dass der Ursprung der Musik ein Element der sozialen Verbindung, Beziehung und des Zusammenhangs zwischen den Menschen ist.

Die Musik ist immer präsent, wenn Menschen sich zusammenfinden: Religiöse Zeremonien, Universitätsfeste, Militärumzüge, Sportveranstaltungen, romantisches Abendessen, Beerdigungen usw. Die Musik ist somit ein fundamentales Element für das individuelle Leben, aber auch für das gesellschaftliche Zusammenleben.

Die Erforschung des evolutiven Ursprungs der Musik und der Musik als Instinkt geht auf Darwin zurück, der sagte, dass der musikalische Instinkt des Menschen sich durch die natürliche Auslese entwickelte, als Teil des menschlichen Paarungsverhaltens. Er sagt in Die Abstammung des Menschen und die geschlechtliche Zuchtwahl: „….und soweit dies als Fingerzeig dient, können wir schließen, daß sie zuerst musikalische Kräfte erlangten, um das andere Geschlecht anzuziehen.“ Auch der amerikanische Wissenschaftler Stanley Miller bestätigt, dass sich die Musik entwickelte, damit die Männer Frauen anziehen können, und dieser Faktor ist auch heute noch gültig.

Es gibt noch andere, spätere Theorien, so sind beispielsweise Sperber, Barrow und Pinker der Auffassung, dass es keine Daseinsberechtigung für die Musik gibt, sondern dass sie einfach nur existiert, weil sie dem Menschen Genuss bereitet.

Was macht die Musik auf das Gehirn?

Der Nucleus accumbens besteht aus einer Gruppe von Neuronen des Gehirns, durch deren Stimulation Dopamin erzeugt wird, ein Botenstoff, der Wohlbefinden auslöst. Der Nucleus accumbens ist das Zentrum, in dem der Mensch das Gefühl der Belohnung empfindet, und es ist auch das Genusszentrum, in dem Genüsse wie der Verzehr von Essen, Sex, Drogen und andere Süchte wahrgenommen werden, und auch das Hören von Musik.

Melodien wirken sich auf unser Gehirn aus und erzeugen emotionale Reaktionen. Die Musik ist eine intellektuelle Belohnung. Wenn man ein Lied erhört, findet eine große neurologische Aktivität statt, die mehrere Teile des Gehirns miteinbezieht.

Die Ärztin López-Teijón sagt, dass die Musik in ihrer Funktion als Kommunikationsmittel durch andere Wege ersetzt wurde, Telefon, Schrift, E-Mail usw., und sie ist der Ansicht, dass heute die Musik nur noch als ein Element benutzt wird, das zum Genuss führt. Sie wird als Kultur und Kunst verstanden, und nicht mehr als ein Kommunikationsmittel.

Basierend auf diesen Daten und der vorteilhaften Wirkung, die die Musik auf den Menschen hat, hat das Institut Marquès begonnen an der Idee zu arbeiten, dem ungeborenen Kind die Musik näher zu bringen und die Auswirkungen der Musik auf das Ungeborene zu erforschen und zu bewerten. Wenn man den komplexen Prozess der Entwicklung des Fötus (neuronal, auditiv usw.) betrachtet, und die Umgebung, in der er sich befindet, war dieses Projekt eine große Herausforderung an die Mitarbeiter, aber das Team vom Institut Marquès und Music in Baby konnte dieses einzigartige und sichere Gerät entwickeln, mit dem das ungeborene Kind die Musik noch vor seiner Geburt genießen kann.

Reagiert der Fötus auf jede Musik gleich?

Nach Abschluss der Studie mit Flötenmusik von Bach führt das Institut Marquès derzeit Untersuchungen mit anderen Musikarten und Tönen durch, wobei ganz verschiedene Reaktionen festgestellt werden.

Derzeit analysieren wir den Anteil der Föten, die bei den verschiedenen Musikarten Mund und Zunge bewegen bzw. die die spezifische Bewegung des Herausstreckens der Zunge ausführen.

Während der Untersuchung wurden verschiedenste Musikarten probiert. Die Ergebnisse wurden jede Woche aktualisiert. Wir untersuchen weiter, welche Rhythmen und Melodien die Föten am stärksten stimulieren und warum.

Das Unternehmen Universal Music hat unser Forscherteam bei der F&E&I unterstützt und uns die Verwendung seiner Archive ermöglicht. Die Mitarbeiter des Unternehmens haben Musikstücke vorgeschlagen und die Fragmente, mit denen am häufigsten Reaktionen erzielt wurden, herausgenommen, um die spezifischen Merkmale dieser Melodien zu analysieren.

Sie einige Ergebnisse betrachten und das jeweilige Musikfragment hören:

 

 

TITEL UND AUTOR

MUND-ZUNGEN-BEWEGUNG

PROTRUSION ZUNGE

Mozart

Serenata K525, Mozart

91%

73%

Villancico

Campana sobre campana

91%

30%

Queen

Bohemia Rhapsody, Queen

90%

40%

Miguel Poveda

Embrujao por tu querer, Mozart

90%

20%

Bach Flöte

Solo BWV1030, Bach

87%

47%

Village people

Y.M.C.A

90%

10%

Prokofiev

Pedro y Lobo Op.67

88%

10%

Tradicional JAP

Kizuna

84%

46%

Mantra

 

82%

9%

Piano Mozart

Sonata K448, Mozart

80%

20%

Trommeln

Música ancestral africana

78%

11%

Emiliano Tosso

Maternita

75%

35%

Beethoven

Sinfonia nº 9, Himno de la Alegría

72%

27%

Ozone

Dragostea Din Tei

70%

20%

Strauss

Marcha Radetzky, Strauss

70%

10%

Richard Clayderman

Adeline

60%

30%

Adele (a capella)

Someone like you, Adele

60%

20%

Arpa

Fiesta Criolla, Carlos Santana

60%

10%

Bee Gees

Too much haven

59%

0%

Rancheras

Vicente Fernández, El Rey

55%

5%

Wiegenlied

 

54%

8%

Havaneres

Gavina voladora, Marina Rossell

50%

17%

Gitarre

Concierto de Aranjuez, Joaquín Rodrigo

50%

10%

Shakira

Waka waka

50%

8%

Vivaldi

Concierto RV359, Vivaldi

50%

20%

Gregoriano

Santo Domingo de Silos

50%

6%

Stime von Mickey Mouse

 

76%

17%

Menschliche Stimme

 

60%

0%

 

Der Fötus reagiert unterschiedlich in Abhängigkeit vom Musikstück.

Die kleine Nachtmusik von Mozart (Serenade Nr. 13, KV 525) regt die Föten in 91 % der Fällen zu Mund-Zungen-Bewegungen an und führt bei 73 % der mehr als 6-monatigen Föten zur Protrusion der Zunge. Die Sonate in D-Dur für zwei Klaviere von Mozart (KV 448) erreicht jedoch weniger Reaktionen (80 % bzw. 20 %).